Praxisbeispiele Corona

Väter als Vorbilder

Hört man den Namen STIHL denkt man an Motorsägen, Rasenmäher und Maschinenbauer. Doch dahinter verbirgt sich nicht nur die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit, sondern ein Familienunternehmen, das der Belegschaft fortschrittliche Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet.

Portrait Raphael Rojas von Stihl

Raphael Rojas von STIHL. Foto: STIHL

Eine eigene Betriebskita, flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice und Homeworking sind für STIHL schon vor der Corona-Pandemie Maßnahmen gewesen, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Raphael Rojas, Vater und Mitarbeiter bei STIHL erklärt, wie ihm diese Maßnahmen seinen Arbeitsalltag erleichtern.

„Durch das Arbeiten in Gleitzeit können wir unsere Arbeitszeit ziemlich frei aufteilen“ erzählt Rojas. „Ich bin eher ein Frühaufsteher und mag es, vor den Kollegen im Büro zu sein. Man kann in dieser Zeit schon sehr viel schaffen. Und ich versuche dann, nicht allzu lange zu bleiben.“ Innerhalb der Gleitzeit, die frühestens um 6 Uhr beginnt und um maximal 19 Uhr endet, wird den Beschäftigten das Verschieben von Arbeitszeiten im Laufe des Tages ermöglicht. So werden Freiräume zur verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen. Der IT Enterprise Architect Rojas versucht zum Beispiel mithilfe der flexiblen Arbeitszeiten einen Tag pro Woche früh nach Hause zu gehen, damit er auch tagsüber Zeit mit seiner Tochter verbringen kann: „Klar kommt mal spontan etwas dazwischen, aber ich versuche, den Vorsatz regelmäßig umzusetzen.“

Homeoffice und Homeworking

Neben der Gleitzeit und den flexiblen Arbeitszeitmodellen nutzen viele Beschäftigte Homeoffice und Homeworking. „Homeoffice wird regelmäßig genutzt und bedarf spezieller Rahmenbedingungen, Homeworking meint das flexible Arbeiten von zuhause an einzelnen Tagen nach Absprache mit Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten“, erläutert Jessica Hütter, Leiterin des Personalmarketings bei STIHL Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Homeworking-Tage verneunfacht, zudem arbeiten momentan rund 70 Prozent der Beschäftigten von zu Hause aus. „Mit unserer Betriebskita, die im November 2020 eröffnet wurde und unseren Kooperationen für Betreuungsangebote für Kinder in den Ferien ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für unsere Beschäftigten noch besser umzusetzen“, erzählt Jessica Hütter.

Teilzeitmodelle für Väter

Dass mehr Väter Möglichkeiten für eine immer bessere Vereinbarkeit suchen und in Anspruch nehmen, zeigt sich zum Beispiel an der Nachfrage nach Teilzeitmodellen. „Der Wunsch, in Teilzeit zu arbeiten, nimmt bei den Vätern spürbar zu. Hier merken wir definitiv einen Wandel“, so Hütter. Konkret hat sich die Anzahl der männlichen Mitarbeitenden in Teilzeit bei STIHL seit 2016 verdoppelt – die Tendenz ist steigend. Zudem berichtet Jessica Hütter, dass immer mehr Väter Elternzeit und Elterngeld nutzen: die Inanspruchnahme von Partnermonaten ist im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent gestiegen.

Neben den Angeboten für Mütter und Väter ist die Vorbildfunktion einzelner Beschäftigter ein wichtiger Faktor bei STIHL, damit Väter tatsächlich in Elternzeit gehen, Arbeitsstunden reduzieren oder flexible Arbeitsmodelle nutzen, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Role-Model Raphael Rojas profitiert davon, da er so die Entwicklungsschritte seiner Tochter intensiver miterleben kann. „Gefühlt gibt es jeden Tag etwas Neues. Das bekomme ich natürlich nur mit, wenn ich auch Zeit zu Hause verbringen kann“, schlussfolgert er zufrieden.

 

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