Lokales Bündnis für Familie

Pflege verdient mehr Anerkennung

Im Bündnis für Familie Ostwürttemberg steht das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ schon lange auf der Agenda. „Wir müssen das Thema genauso in der öffentlichen Diskussion berücksichtigen, wie die Sorgeleistung für Kinder, damit es die Akzeptanz erhält, die es verdient“, sagt Bündnisvorsitzender Hansjürgen Meinhardt entschlossen.

Seit fünf Jahren unterstützt das Bündnis das Projekt familyNET bei der Ausbildung von Pflegelots*innen in Unternehmen der Region. Pflegelots*innen informieren zu Versorgungsformen, Leistungen und Angeboten für Pflegebedürftige und machen auf örtliche Fachberatungsstellen aufmerksam.

„Die Betriebe bauen mit der Ausbildung der Pflegelots*innen ihre innerbetriebliche Kompetenz aus und sorgen präventiv für die Gesundheit ihrer Beschäftigten“, so Heike Baumann, regionale Projektleiterin familyNET. „Unternehmen benötigen hilfreiche Angebote, um Fachpersonal an sich zu binden. Unser Ziel ist es, die Unternehmen dabei zu begleiten und das Thema Pflege in den Fokus zu nehmen“, so Baumann weiter.
 

Beschäftigten Freiräume schaffen

„Der überwiegende Teil der Bündnispartner hat bereits Pflegelots*innen ausgebildet“, ergänzt Meinhardt. So auch die Arnulf Betzold GmbH. Das Familienunternehmen im schwäbischen Ellwangen beschäftigt 238 Frauen und 142 Männer und hat drei zertifizierte Pflegelots*innen im Betrieb. Darüber hinaus sichert es den Beschäftigten drei bezahlte Freistellungstage im Jahr zu sowie individuelle Arbeitszeitregelungen, wenn ein akuter Pflegefall in der Familie eintritt. „Unsere Mitarbeitenden leisten gute Arbeit, wenn sie den Kopf frei haben. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir Angebote zur Entlastung und besseren Vereinbarkeit schaffen“, sagt Personalleiterin Tina Betzold.
 

Führungskräfte sind sensibilisiert

Die Führungskräfte bei der Arnulf Betzold GmbH greifen das Thema Pflege in den jährlich stattfinden Mitarbeitergesprächen auf. Auch der Personal-Newsletter informiert über interne Angebote. „Als Familienunternehmen haben wir immer ein offenes Ohr für unsere Beschäftigten. Ein familiärer Pflegefall tritt plötzlich und unerwartet ein. Umso wichtiger ist es, dass das Thema bei uns im Unternehmen einen hohen Stellenwert hat“, so Tina Betzold weiter. An der Mitgliedschaft im Bündnis schätzt sie den Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen und gemeinsame Aktivitäten. So haben Unternehmen aus dem Landkreis gemeinsam all ihren Beschäftigten eine Veranstaltung rund um die Themen Vorsorge, Vollmachten und finanzielle Absicherung angeboten.
 

Familien in Corona-Zeiten stärken

Das 2004 gegründete Lokale Bündnis Ostwürttemberg ruft Familien vor Ort bis Anfang November 2020 dazu auf, sich zur Frage „Wie erleben Kinder die Corona-Krise?“ an einer Verlosung zu beteiligen. Unter allen Einsendungen werden Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 2.000€ verlost.

Lesen Sie hier mehr über das Bündnis für Familie Ostwürttemberg.


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