So sehen es die Beschäftigten

„Man nimmt alles auf sich“

Welche Belastung Angehörige von heute auf morgen durch eine plötzlich auftretende Pflegesituation schultern müssen, das hat Doris Langer aus dem Bereich Private Banking Firmenkunden der Sparkasse Amberg-Sulzbach erlebt. Ihre 74-jährige Mutter hatte im Januar 2020 einen schweren Herzinfarkt.

Zwischen der Überwachung auf der Intensivstation und einer Rehamaßnahme galt es, zehn Tage zu überbrücken. „Das habe ich mir allein nicht zugetraut“, sagt Langer. Es gelang ihr, eine Kurzzeitpflege in einem Seniorenheim zu organisieren. In dieser Zeit besuchte sie ihre Mutter nicht nur täglich zwei Mal – morgens vor der Arbeit und in der Mittagspause –, sondern organisierte auch die Wohnung ihrer Mutter um, sodass im Erdgeschoss ein Pflegebett und alles, was sonst noch notwendig war, bereitstand.

Zusätzlich mussten Anträge gestellt, mit der Krankenkasse verhandelt und weitere bürokratische Aufgaben erledigt werden. Nach der Reha begann eine ebenso intensive Zeit des Kümmerns. Die Sparkasse reagierte als Arbeitgeber flexibel darauf: „Ich konnte kurzfristig einen Home-Zugang bekommen, sodass ich die Aufgaben, die ich tagsüber nicht erledigen konnte, abends abgearbeitet habe“, so Langer. Aus ihrem Team kannte eine Kollegin eine derartige Situation aus eigener Erfahrung und ein junger Kollege war in Elternzeit gewesen, daher hatten beide viel Verständnis für die herausfordernde Situation.

Die intensive Pflegezeit dauerte etwa vier Monate lang. Danach konnte die Mutter wieder vieles selbstständig und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. „Man überlegt nicht, man nimmt alles auf sich, besonders dann, wenn man merkt, dass die Belastung langsam wieder abnimmt“, resümiert Langer. Dennoch hatte sie mit ihrem Arbeitgeber besprochen, eventuell Sonderurlaub zu nehmen. „Das hat mir Sicherheit gegeben.“


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