Faktencheck

Zahlen, Daten, Fakten

Schätzungsweise 4 bis 5 Millionen Privatpersonen kümmern sich in Deutschland um einen pflegebedürftigen Angehörigen. Zwei Drittel der Pflegenden sind berufstätig. Sie stehen oft großen organisatorischen und emotionalen Herausforderungen gegenüber und haben häufig zeitliche Vereinbarkeitsprobleme.

Die staatlichen Unterstützungsangebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege erreichen nicht alle Betroffenen, da die gesetzliche Definition von Pflege enger gefasst ist, als die Lebenswirklichkeit dies zuweilen erfordert. Deshalb benötigen pflegende Beschäftigte zusätzliche Unterstützung von ihren Arbeitgebern.
 

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Zahlen und Fakten

 Im Jahr 2017 wurden 2,6 Millionen Pflegebedürftige zu Hause versorgt, davon
1,8 Millionen von Angehörigen,
0,8 Millionen von ambulanten Pflegediensten.
 Im Jahr 2050 werden voraussichtlich 3,75 Millionen Pflegebedürftige ambulant versorgt.
 Die zu Hause versorgten Pflegebedürftigen haben überwiegend Pflegegrad 2 (1,4 Mio.) und 3 (0,8 Mio.).
 Zwei Drittel der ambulant versorgten Pflegebedürftigen sind 75 Jahre oder älter (65 %).
 Die durchschnittliche Pflegedauer in häuslicher Pflege liegt bei 3 Jahren bei Männern und 4 Jahren bei Frauen.
 In der Erwerbsbevölkerung übernehmen vor allem Personen zwischen 45 und 64 Jahren Pflegeaufgaben in der Familie. In dieser Altersgruppe ist jede Zwölfte eine Pflegeperson. Zwei Drittel der Hauptpflegepersonen sind Frauen.

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